figure - lega

Figur - lega / Volkskunst, Demokratische Republik Kongo / Skulptur um 1900, Holz - H 12,5 cm / Privatsammlung Zürich, Schweiz - Tribal Art Galerie Patrik Fröhlich, Zürich

figure - lega / tribal art, Democratic Republic of Congo / sculpture around 1900, wood - H 28 inch / private collection zurich, Switzerland - Tribal Art Galerie Patrik Fröhlich, Zurich

Werk

Diese kleine Skulptur geschaffen aus Elfenbein einem höchst kostbaren Material wird iginga genannt und gehörte einer Person welche den höchsten Initiationsgrad der Bwami Gesellschaft inne hatte. Von anthropomorpher Form mit vielen kleinen und feinen Details wie den grossen Füssen welche auf Elefanten verweisen handelt es sich um ein Kunstwerk von hoher skulpturaler Qualität. Ihre leichte Drehung die Wiederaufnahme vieler kleiner Details wie den Augen sowie ihre wunderbare Patina zeigen das Werk eines bedeutenden Künstlers dem es gelang Form und Zeichnung in einen wunderbaren Einklang zu bringen. èber die Kunst der Lega wurden einige sehr schöne Monographien geschrieben.

Volksgruppe und ihre Kultur

Die Lega leben im östlichen Kongo in der Nähe des Tanganjika Sees in einem Gebiet das von tiefem Urwald umgeben ist. Mit kleineren benachbarten Volksgruppen wie den Lengola oder den Komo teilen sie sowohl kulturelle als auch stilistische Eigenheiten. Der Urwald welche diese Gegend im Kongo prägt beeinflusste die Technologien, die Wirtschaft und das sozio religiöse Weltbild der Lega massgeblich und hatte dadurch auch natürlich Einfluss auf ihre Kultur und ihre Kunst. Die Gesellschaftsstruktur der Lega basierte auf der bwami Geheimgesellschaft durch welche strenge Hirarchien geschaffen wurden und welche die territorale Struktur das System des Landbesitzes sowie die politische Ordnung an sich regelte. Dadurch gilt die Bwami Gesellschaft als die zentrale institution welche praktisch alle Facetten des Lebens der Lega beeinflusste. Innerhalb der Gesellschaft gab es verschiedene Integrationsgrade welche strukturiert nach ihrer Höhe einer immer kleineren Gruppe zugänglich waren. Das Ziel war es moralische perfektion zu finden.

Das - Volk des Himmels, wie sich die Zulu nannten kam erst im 16. Jahrhundert ins östliche Südafrika. Es lebte wie andere Völker in verschieden grossen Stämmen im fruchtbaren, heutigen Natal Gebiet. Die Zulu sind eine Untergruppe der Bantu und mit heute über elf Millionen Menschen die größte Ethnie Südafrikas. Sie leben heute hauptsächlich in der südafrikanischen Provinz Kwa Zulu - Natal. Die Volkssprache ist Zulu. Südafrika kann als Kulturkreis verstanden werden, welcher aus vielen grösseren und kleineren Stämmen besteht. Die verschiedenen Volksgruppen standen in kontinuierlichem Austausch miteinander und haben somit gegenseitigen kulturellen Einfluss aufeinander ausgeübt. Neben den Zulus einem der grössten und bekanntesten Stämme aus dieser Region sind vor allem die Tsonga und die Ngoi zu nennen. Die funktionale Schönheit und die eher kleine Grösse der Kunstwerke aus Südafrika hängen mit der nomadischen Natur einer Viehzuchtkultur zusammen. Damit verbunden war die Notwendigkeit die Objekte leicht mit sich führen zu können.


Literatur

Daniel P. Biebuyuck, La Sculpture des Lega, Galerie Helene und Philipe Leloup, Paris - New York, 1994

Daniel P. Biebuyuck, Lega - Ethics and Beauty in the Hearth of Africa, Brussel, Snoeck Ducaju & Zoon, 2002

Valentine Plisnier - Michel Boulanger, L Art Lega - Grandeur et Humilité, Grafiche Aurora, 2016

Institution

Fowler Museum at UCLA, Los Angeles

Musée du Quai Branly, Paris

 

Daniel P. Biebuyuck, Lega - Ethics and Beauty in the Hearth of Africa, Brussel, Snoeck Ducaju & Zoon, 2002

Valentine Plisnier - Michel Boulanger, L Art Lega - Grandeur et Humilité, Grafiche Aurora, 2016

 

art work

This ritual dance sceptre is a work of high sculptural quality. The highly recognized artist succeeded in creating a sculpture of great complexity and modernity by minimalistic shapes of the sphere and rod. The general concept is based on larger war clubs used by different tribes in South Africa as in important ceremonies and large wedding celebrations. Particularly noteworthy is the slight rotation of the sphere creating a certain way of movement. The bright patina tells a long story and represents the work in excellent condition after over 100 years.

tribe and culture

Zulu people - calling themselves people of heaven, only came to eastern South Africa in the 16th century to settle in the Natal aera. The Zulu are a subgroup of the Bantu and by now the largest ethnic group in South Africa with over eleven million people speaking their native language. Today they live mainly in the South African province of Kwa Zulu - Natal. South African culture consists of larger and smaller tribes. The different ethnic groups were in continuous exchange with one another and exchanged mutual cultural influences. In addition to the Zulus - best known tribes from this region, Tsonga and Ngoi are worth mentioning. The functional beauty and rather small size of South African art works are related to the nomadic nature of a pastoral culture. Assosiated with the culture, was the need to be able carrying objects with themselves.

literature

Daniel P. Biebuyuck, La Sculpture des Lega, Galerie Helene und Philipe Leloup, Paris - New York, 1994

Daniel P. Biebuyuck, Lega - Ethics and Beauty in the Hearth of Africa, Brussel, Snoeck Ducaju & Zoon, 2002

Valentine Plisnier - Michel Boulanger, L Art Lega - Grandeur et Humilité, Grafiche Aurora, 2016

Institution

Fowler Museum at UCLA, Los Angeles

Musée du Quai Branly, Paris